Delta Airlines bestätigte am Mittwoch, dass sie den Passagieren des am Flughafen Toronto abgestürzten Fluges 1430.000 TP1 „ohne Bedingungen“ angeboten habe. Trotz des großzügigen Angebots könnten sich Passagiere nach dem schrecklichen Vorfall am Toronto Pearson International Airport dennoch dazu entschließen, rechtliche Schritte gegen die Fluggesellschaft einzuleiten. Alle 80 Menschen an Bord von Flug 4819 überlebten das tragische Ereignis am Montagnachmittag.
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Die vorgeschlagene Zahlung an die 76 Passagiere könnte sich insgesamt auf über $2,2 Millionen belaufen. Zusätzlich waren vier Besatzungsmitglieder aus Minneapolis an Bord. Ein Vertreter der Fluggesellschaft stellte klar, dass das Angebot keine Einschränkung der Passagierrechte bedeute und dass an seine Annahme keine Bedingungen geknüpft seien.
Den Behörden zufolge wurden 21 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem der CRJ-900-Jet von der Landebahn abkam und sich überschlug. Zurzeit laufen Untersuchungen, um die Ursache für die heftige Landung zu ermitteln. Solche Entschädigungsangebote sind bei Fluggesellschaften kein Einzelfall. Im Jahr 2009 schickte US Airways jedem Passagier des Fluges 1549, der auf dem Hudson River landete, einen Scheck über 14 Billionen Dollar.
In der Vergangenheit hat die Fluggesellschaft auch die medizinischen Kosten für im Krankenhaus liegende Passagiere übernommen und Ticketerstattungen gewährt. Kommunikation und Unterstützung der Passagiere sind in Notsituationen von entscheidender Bedeutung, wie der Entschuldigungsbrief zeigt, den Kerry Hester von US Airways 2009 an die Passagiere des Fluges 1549 schickte. Die wundersame Landung auf dem Hudson River, die dem berühmten Piloten Chesley Sullenberger gelang, wurde als wahres Wunder bezeichnet, da alle 155 Menschen an Bord überlebten.