Syrakus, eine in einen Ausstellungsraum umgewandelte Villa und Masken: So wurden Luxusfälschungen online verkauft.

 Die Finanzpolizei von Syracuse hat ein ausgeklügeltes System zum Verkauf gefälschter Produkte zerschlagen, das über soziale Medien und eine eigens dafür eingerichtete Website betrieben wurde. Nach einer von der Staatsanwaltschaft koordinierten Untersuchung wurden drei Personen wegen Hehlerei und des Verkaufs gefälschter Waren angeklagt. Tausende Produkte und Waren im Wert von rund 300.000 Euro wurden beschlagnahmt, darunter ein Lamborghini Urus.

Die Ermittler stellten fest, dass die Villa des Hauptverdächtigen mit Swimmingpool in einen geheimen Showroom umgewandelt worden war. Die Räume waren wie eine exklusive Modeboutique eingerichtet, mit Kleidung, Taschen, Accessoires und Uhren von Luxusmarken – allesamt Fälschungen.

Von dort aus sendeten sie live auf TikTok und Instagram, wo ihnen Hunderte von Nutzern folgten. Um ihre Anonymität zu wahren, verbargen die Verdächtigen ihre Gesichter oder trugen Masken und zeigten nur die Waren, um zum Kauf anzuregen. Gleichzeitig hatten sie eine sorgfältig gestaltete Website entwickelt, die hochauflösende Fotos, Preise und Beschreibungen enthielt, welche die vermeintliche Qualität hervorheben sollten.

Eine Analyse der Lieferungen der letzten fünf Jahre ergab, dass über 12.000 gefälschte Artikel verkauft wurden und ein illegaler Umsatz von über 2 Millionen Euro erzielt wurde. Außerdem kam heraus, dass zwei der Verdächtigen illegal ein Grundeinkommen bezogen – ein eklatanter Gegensatz zu ihrem Lebensstandard.


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