Tourist wird beim Versuch, ein Selfie zu machen, von einem Tiger angegriffen: Das Video geht viral

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Ein indischer Tourist wurde von einem Tiger angegriffen, als er im Tiger Kingdom in Phuket, einer der beliebtesten Touristenattraktionen Thailands, ein Selfie machen wollte. Auf dem Video des Vorfalls, das andere Besucher gefilmt haben, ist der Moment zu sehen, in dem der Mann dem Tier zu nahe kommt und dieses ihn plötzlich vor den Augen aller anderen beißt. Das Video verbreitete sich in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer und entfachte erneut eine Debatte über die Sicherheit in Wildparks und die Ethik des Wildtiertourismus.

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Das misslungene Selfie

Der Vorfall ereignete sich in der berühmten thailändischen Einrichtung, in der Besucher dressierten Tigern ganz nahe kommen können. Laut Daily Mail bückte sich der Mann, um ein Foto mit dem Tier zu machen, das zunächst friedlich wirkte. Doch innerhalb von Sekunden reagierte der Tiger, indem er ihn ins Bein biss.

Die Rettungsmaßnahmen wurden sofort eingeleitet: Das Parkpersonal griff ein, um das Tier zu retten und den verletzten Mann ins Krankenhaus zu bringen. Laut örtlichen Quellen ist sein Zustand nicht ernst. Das Video wurde online geteilt und erreichte innerhalb weniger Stunden Millionen von Aufrufen.

Reaktionen und Kontroversen

Die Veröffentlichung des Videos hat im Internet zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Viele Besucher äußerten ihre Bestürzung und Besorgnis und warfen dem Park vor, kein ausreichendes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Andere wiederum kritisierten das Verhalten der Touristen als rücksichtslos und unverantwortlich.

Die Diskussion erstreckte sich auch auf das Thema der Unterhaltung mit Wildtieren, eine weit verbreitete, aber umstrittene Praxis. In zahlreichen Kommentaren wurde die Angemessenheit der Zulassung solch enger Interaktionen mit gefährlichen Tieren, insbesondere im touristischen Kontext, in Frage gestellt.

Die Risiken des Wildtiertourismus

Das Ereignis hat das Bewusstsein für die Risiken des Tourismus mit Wildtieren neu geweckt. In vielen Parks wie dem Tiger Kingdom zahlen Besucher dafür, erwachsene Tiger zu streicheln und zu fotografieren. Oft werden diese Tiere trainiert und sediert, um sie gefügiger zu machen, eine Praxis, die von mehreren Tierrechtsverbänden angeprangert wird.

Experten warnen, dass Tiger trotz ihrer scheinbaren Ruhe instinktive und potenziell tödliche Raubtiere bleiben. „Situationen wie diese gefährden sowohl Menschen als auch Tiere“, sagte ein lokaler Tierschützer.

Das Phänomen der gefährlichen Selfies

Diese Episode ist Teil eines größeren Phänomens: dem der extremen Selfies. Die Besessenheit vom perfekten Foto hat viele Menschen dazu gebracht, ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Einer Studie im Journal of Family Medicine and Primary Care zufolge gab es zwischen 2011 und 2017 mindestens 259 Todesfälle im Zusammenhang mit Selfies, wobei Indien die höchste Zahl verzeichnete.

Unfälle mit Tieren, Stürze aus extremer Höhe oder Aufnahmen in der Nähe von fahrenden Fahrzeugen sind nur einige Beispiele dafür, wie der rücksichtslose Umgang mit dem Smartphone zu einer Tragödie werden kann. Der Fall Phuket ist nur der jüngste in einer langen Reihe, die zum Nachdenken über den bewussten Einsatz sozialer Medien und den Umgang mit der Natur zwingt.


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