Er hält sich zu lange in der Flugzeugtoilette auf, der Kapitän wirft ihn nackt hinaus: Kontroverse

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Ein orthodoxer jüdischer Passagier hat einen schweren Vorfall von Missbrauch und Demütigung während eines Fluges der United Airlines von Tulum, Mexiko, nach Houston, Texas, gemeldet. Der in New Jersey lebende Yisroel Liebb reichte diese Woche eine Klage vor einem Bundesgericht gegen die Fluggesellschaft und das US-Heimatschutzministerium (DHS) ein. Er wirft ihnen vor, ihn während des Fluges öffentlich bloßgestellt und erniedrigend behandelt zu haben.

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Die Geschichte des Unfalls an Bord

Laut der am Mittwoch beim Bundesgericht in Manhattan eingereichten Klage ereignete sich der Vorfall am 28. Januar. Liebb sagte, er habe sich im Badezimmer im hinteren Teil des Flugzeugs eingeschlossen für etwa 20 Minuten aufgrund starker Darmbeschwerden. Als ein Flugbegleiter die längere Abwesenheit bemerkte, wachte er auf Jacob Sebbag, einem anderen orthodoxen jüdischen Passagier, und bat ihn, nach Liebbs Zustand zu sehen.

Liebb versicherte Sebbag, dass er im Begriff sei abzureisen, und Sebbag gab die Nachricht an die Flugbegleiterin weiter. Doch nach etwa 10 Minutengriff der Pilot direkt ein und forderte Sebbag auf, noch einmal nachzuschauen. Als Liebb antwortete, dass er in Kürze fertig sei, reagierte der Pilot wütend.

Der Pilot bricht die Badezimmertür auf

Der in der Beschwerde enthaltenen Geschichte zufolge war der Pilot sichtlich verändert, das Schloss aufgebrochen der Badezimmertür, riss sie auf und zog Liebb mit heruntergelassener Hose heraus, seine Genitalien entblößen vor Sebbag, den Flugbegleitern und den anderen Passagieren.

„Der Pilot brach das Türschloss auf, riss die Toilette auf und zog Liebb mit heruntergelassener Hose heraus, wodurch er sich öffentlich entblößte“, heißt es in der Beschwerde.

Liebb sagte, er habe sich durch den Vorfall „sexuell missbraucht und gedemütigt“ gefühlt.


Vorwürfe religiöser Diskriminierung

Die Situation verschlechterte sich weiter, als der Pilot weiter Push Liebb und Sebbag zu ihren Sitzen, machten antisemitische Bemerkungen und drohten, sie verhaften zu lassen.

„Der Pilot machte abfällige Bemerkungen über Juden und das ‚Verhalten von Juden‘“, heißt es in der Klage.


Ankunft in Houston und Sicherheitsintervention

Nach der Landung in Houston, ca. sechs Agenten des US-Zoll- und Grenzschutzes (CBP) Sie gingen an Bord und nahmen Liebb und Sebbag in Gewahrsam, legten ihnen Handschellen an und eskortierten sie durch das Terminal, während die anderen Passagiere erstaunt zusahen.

Liebb sagte, er habe um eine Erklärung gebeten, warum er festgehalten werde, doch ein Beamter habe daraufhin die Handschellen fester gezogen und gesagt:

„Dies ist nicht der Landkreis oder der Staat. Dies ist das Heimatland. Sie haben hier keine Rechte.“


Die Reaktion der Behörden und United Airlines

United Airlines hat weigerte sich, einen Kommentar abzugeben zu dem Vorfall, während Hilton Beckham, stellvertretender Kommissar für öffentliche Angelegenheiten des CBP, sagte:

Auf Anfrage der Fluggesellschaft reagierten die CBP-Beamten auf eine Meldung über eine Störung auf dem Flug. Aufgrund des anhängigen Rechtsstreits können wir keine weiteren Einzelheiten nennen.

Auch der Anwalt von Liebb und Sebbag hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben.


Folgen für Passagiere

Nach der Befragung und Freilassung bot United Airlines den beiden Passagieren am nächsten Tag einen kostenlosen Flug nach New York City an. Liebb und Sebbag sagten jedoch, die Entschädigung reiche nicht aus, um die Kosten für das Hotelzimmer und die Verpflegung zu decken.

Beide Passagiere berichteten außerdem starke Schmerzen in den Handgelenken Aufgrund der Enge der Handschellen traten noch mehrere Tage nach dem Vorfall Schmerzen auf.


Die Bundesklage und die Forderungen nach Gerechtigkeit

Liebb und Sebbag haben beschlossen, rechtliche Schritte einzuleiten und Schadensersatz zu fordern für Verletzung der Bürgerrechte, religiöse Diskriminierung Und körperlicher und psychischer Missbrauch. Der Fall ist derzeit vor dem Bundesgericht in Manhattan anhängig.


Abschluss

Dieser Unfall wirft ernste Fragen über das Verhalten der Flugbesatzungen und den Umgang mit medizinischen Notfällen während des Fluges auf. Darüber hinaus machen angebliche religiöse Diskriminierung und aggressive Sicherheitsmaßnahmen die Angelegenheit noch komplizierter. Die Motive für das Eingreifen des Piloten und der Flughafensicherheit sind weiterhin unklar. Die Klage könnte jedoch den Weg für weitere Untersuchungen und Reformen in der Luftfahrtbranche ebnen.


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